Ausstellung: Zarte Männer in der Skulptur der Moderne

Auf einen Blick

Rund 60 Plastiken von Bildhauern aus drei Generationen.

In auffallender Vielzahl bearbeiteten die Bildhauer seit Anfang des 20. Jahrhundert den Topos des unversehrten, aber verletzlichen Jünglings. Die Konzeption eines empfindsamen männlichen Körperideals erscheint als bewusste Gegenbewegung zu den heroischen Männerbildern der Zeit. In einem Umfeld des kriegerisch-militanten Selbstbewusstseins der späten Kaiserzeit und noch junger Demokratiebewegungen suchten die vorwiegend männlichen Künstler nach Verfeinerung von Körper und Geist. Der Kult um die Jugend, der sowohl in militanten wie in pazifistischen Kreisen in der Zeit um 1900 blühte, beflügelte dieses Ideal des zarten Mannes.
Rund 60 Plastiken von Bildhauern aus drei Generationen, geboren zwischen 1847 und 1912, sind zu sehen, u. a. von Adolf von Hildebrand, Renée Sintenis, oder Gerhard Marcks. Zudem wird Hermann Blumenthal (1905 – 1942), der begabte, früh verstorbene Schüler Edwin Scharffs (1887 – 1955) besonders gewürdigt.
Die vom Georg Kolbe Museum konzipierte Ausstellung umfasst Werke, deren Männerbilder teils in herbem Widerspruch zur äußeren Wirklichkeit und ihrer kanonisierten Geschichtsschreibung stehen. Gleichzeitig zeigen sie die Vielfalt moderner Geschlechterrollen, die Ausdruck einer bis heute aktuellen Emanzipationsgeschichte sind.

Sonderveranstaltungen, Führungen und Kurse können Sie hier abrufen. 

Die Ausstellung ist bis 3. November 2019 zu sehen.



Termine im Überblick

Allgemeine Informationen

Preisinformationen

Eintritt 5 € (1 Erwachsener und max. 3 Kinder)

Familienkarte 9 € (2 Erwachsene und max. 6 Kinder)

Ermäßigt 4€ (Studenten, Senioren)

 

Bitte beachten Sie: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen prinzipiell keinen Eintritt. Allerdings können pro Erwachsener nur maximal drei Kinder mitgenommen werden.


 


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